Sonnabend, 03. Dezember 2016
 

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Spieltriebe 3 – Festival für Zeitgenössisches Theater

nachtkritik-spieltriebe3.de ist das Festivalportal von nachtkritik.de zum Erstaufführungsfestival des Theaters Osnabrück, das sich von 4. bis 7. September 2009 mit dem Thema Europa beschäftigt hat.

 


thema: erstaufführungen


Debatten, Interviews und Hintergrundberichte rund um das Thema deutschsprachige Erstaufführungen.

22. Oktober 2009. Es ist unbedingt notwendig, dass sich die deutschen Theater strukturiert mit ausländischen Stücken befassen. Beschränkung auf Festivals bedeutet Repräsentation, aber nicht Austausch. Und birgt die Gefahr, dass die Theater immer stärker im eigenen Saft schmoren. Christine Richter-Nilsson widerspricht in einer Replik den Verlegern Marc Schäfers und Tobias Philippen.

September 2009. Kennen Sie die Versprechungen der Übersetzungs-Tools im Internet? "Übersetzen mit nur einem Mausklick" und so? Wir haben eines davon mit zwei Stückanfängen gefüttert und zeigen Ihnen im Vergleich mit den Originalen und den Profiübersetzungen, was dabei wieder ausgespuckt wurde.

Juni 2009. Die Kölner Verleger Marc Schäfers und Tobias Philippen bezweifeln, dass es ein Gebot gibt, sich mit ausländischem Theater strukturiert zu befassen und antworten mit dieser These auf das Interview von Schultze und Popig.

Juni 2009. Welche Rolle spielen die Übersetzer in dem Netz aus Verlagen, Agenturen und Theatern? Karen Witthuhn beschreibt in einem Text übers Stückeübersetzen, wieviel Glück, Ausdauer, Spürsinn und Begeisterung für die Sache man braucht, um aus einem guten englischen ein ebenso gutes deutsches Stück zu machen.

Mai 2009. Ein ausländisches Stück kann durchaus auch mehrere deutsche Erstaufführungen erleben. Tena Štivičićs "Fragile!" ist so ein Fall: das Stück wurde bereits am Theater TKO Köln gespielt, hatte damals allerdings noch keinen Verlag. Petra Kohse beschreibt, wie es dazu kam.

Mai 2009. Europa wächst. Seit Beginn der schrittweisen EU-Erweiterung im Jahr 2004 werden an deutschen Theatern relativ gesehen allerdings weniger europäische Stücke gespielt. Haben die Theater mit der zunehmenden Zahl von Uraufführungen weniger Kapazität, sich im Ausland nach neuer Dramatik umzuschauen? Holger Schultze, Intendant des Theater Osnabrück, und sein Leitender Dramaturg Jürgen Popig erklären im Interview, warum zum Austausch mehr gehört als sich nur gegenseitig über Gastspiele zu besuchen und erklären, wie die Idee für das diesjährige Thema des Spieltriebe 3-Festivals entstand.

 

spieltriebe 3


Aktuelles über das Festival, die Autorenwerkstatt und die MacherInnen.

Osnabrück, 10. September 2009. Zeit für die Nachlese: Resümees werden gezogen, Feedbacks gegeben, Pläne für nächste Projekte geschmiedet, die Festivalorganisatoren zeigen sich müde, aber glücklich, dass alles gut über die Bühne gegangen ist. Und das schreiben die anderen Journalisten über das Spieltriebe 3 Festival, das am ersten September-Wochenende stattgefunden hat.

6. September 2009. Kein Festival ohne Diskussion! Europatrioten? Europäische Stücke im deutschen Theater hieß die Veranstaltung im Foyer des Theaters Osnabrück, bei der unter anderen Andreas Beck vom Schauspielhaus Wien und die Übersetzerin Mirjana Wittmann darüber nachdachten, was den Transfer ausländischer Stücke mitunter so schwer macht. Wobei die Situation im Ganzen, wie Wolfgang Behrens berichtet, gar nicht so schlecht ist.

6. September 2009. Am zweiten Festivaltag entdeckte Christian Rakow bei der deutschsprachigen Erstaufführung von Paul Pourveurs Shakespeare is dead unter der Regie von Nina Mattenklotz ein Theater, das in doppelter Hinsicht auf der Höhe der postmodernen Theorie angesiedelt ist. Seit René Pollesch hat es nichts vergleichbares gegeben, staunt er beglückt. Wolfgang Behrens berauschte sich indessen an der Rauminstallation für die Oper Ophelias: Death by water singing und würdigt die Komplexität der Frauenfrage in Orangenhaut von Maja Pelevic.

mission
"Mission:London" von Alek Popov, Regie und Bühne: Sebastian Hirn,
Theater am Domhof, Foto: Klaus Fröhlich

5. September 2009. Beim Festivalbrunch heute morgen um halb zwölf im Theater am Domhof wurde in einer Lesung das Osnabrück-Stück vorgestellt, das acht Dramatiker während des Autorenworkshops im Juni gemeinsam geschrieben haben. In einer Staffelstabdramatik hätten die Autoren die Überbietungsmaschine angeworfen, findet Christian Rakow. Und führt aus, warum sich aus Drastik nicht automatisch Relevanz ergibt.

5. September 2009. Gestern ging es los mit dem Osnabrücker Spieltriebe 3-Festival der Edition Europa! Auf fünf Routen konnte sich das Publikum durch 14 Produktionen treiben lassen.
Die nachtkritik.de-Autoren flanierten am ersten Tag auf dreien: Christian Rakow sah sich das bulgarische Stück an, das alle Routen einrahmt und machte sich dann Richtung Kroatien und Niederlande auf. Heiko Ostendorf entschied sich für das finnische Stück und Tanzproduktionen der neu angetretenen Choreografin Nanine Linning. Und Wolfgang Behrens stellte sich der Rassenrhetorik des moldauischen und den Schuldverstrickungen des spanischen Stückes.

weitere Beiträge

 


autoren


Alles über die neun europäischen AutorInnen und ihre Stücke, die in Osnabrück erstaufgeführt werden.

Juni 2009. Der Film ist online. Nicoleta Esinencu, Maja Pelevic, José Manuel Mora, Alex Popov, Paul Pourveur und Nathan Vecht, mit denen Thorsten Alich (Kamera) und Simone Kaempf im Juni in Osnabrück gedreht haben, erklären ihre Sicht auf Theater, sprechen über die Bedeutung eines Austauschs auf europäischer Ebene und spazieren durch Osnabrück.


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länder


Hier erfahren Sie, wie das Theater in den Herkunftsländern der bei Spieltriebe 3 vertretenen AutorInnen aussieht.

Juni 2009. Man kann es sich nicht oft genug bewusst machen: Theaterstücke aus anderen Ländern kommen aus anderen gesellschaftlichen Lebenszusammenhängen, und oft sind sie auch aus einem gänzlich anderen Theaterverständnis heraus entstanden. Wie sieht das Theater in den Herkunftsländern der bei Spieltriebe 3 vertretenen AutorInnen aus? Welche Stellung hat die Dramatik? Welche ästhetischen Strömungen gibt es? Und wer bezahlt?

Lesen Sie die Länderessays von Wilfried Floeck über die Theaterlandschaft Spanien, von Irina Wolf über das Theater der Republik Moldau, von Thomas Irmer über die sprunghafte Entwicklung der polnischen Dramatik im vergangenen Jahrzehnt, von Jukka-Pekka Pajunen über den Kampf gegen die Kommerzialisierung, der das finnische Theater zur Zeit beschäftigt, von Gordana Vnuk, die dem kroatischen Theater ein paar frische Impulse wünscht, von Violeta Detcheva, wie das bulgarische Theater in den Stillstand geraten ist, von Jovan Ćirilov, der im serbischen Theater die Entwicklung vom sozialistischen zum antisozialistischen Realismus ausgemacht hat, von Georg Weinand, der die theatralen Parallelgesellschaften in Belgien beschreibt und von Simon van den Berg, der findet, dass das niederländische Theater eigentlich prima ohne Dramen auskommt.