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Festivalplanung

Das Erstaufführungs-Festival wird, wie auch die vorangegangenen Spieltriebe-Spektakel, von den Regisseurinnen Dorothea Schroeder und Nina Gühlstorff geleitet. Ein echtes Team: Beide studierten bis 2001 an der Bayerischen Theaterakademie, beide absolvierten danach (wenn auch in aufeinanderfolgenden Jahren) ein Gastsemester am Moskauer Theaterinstitut GITIS, und beide haben Osteuropa-Erfahrung.

Die 1974 im nordrhein-westfälischen Mettmann geborene Dorothea Schroeder arbeitete nach dem Abitur zwei Jahre lang in einem kroatischen Flüchtlingslager und testete dann in Erlangen das Studium der Theaterwissenschaft und Slawistik, bevor sie ihr Regiestudium begann. 2002 brachte sie im Kulturzentrum der Universität Belgrad (AKUD Branko Krsmanovic) eine Inszenierung mit dem Titel Zemlja Prostor (Raumland) heraus, in der vier Frauen aus Ex-Jugoslawien reflektierten, was mit ihrem Land in den 90er Jahren geschehen ist.

Nina Gühlstorff, 1977 geboren und aus dem schleswig-holsteinischen Ratzeburg stammend, verbrachte ein Jahr in Polen, bevor sie an die Bayerische Theaterakademie ging. Gemeinsam führen Schroeder und Gühlstorff auch soziokulturelle Projekte mit Schauspielern und Laien durch, etwa die Stadttour "Zu Gast in Mettmann" im Jahr 2007 (hier geht es zu einem Bericht auf qantara.de). Und unter nyx-net.de unterhalten sie sogar eine gemeinsame Website.

Die Projekte der Tanzsparte für Spieltriebe 3, die derzeit noch in der Planung sind, verantwortet Nanine Linning, die ab der Spielzeit 2009/10 die Leitung des Tanztheaters Osnabrück übernimmt. Die 1977 geborene Niederländerin absolvierte die Choreografenklasse an der Rotterdamer Tanzakademie. Im Alter von 25 Jahren wurde sie Hauschoreografin des Scapino Ballet Rotterdam, der Nummer drei der Ballettkompanien des Landes, die sie bis 2006 leitete. Linnings choreografische Arbeiten sind multidisziplinär und haben ihre Wurzeln außer im Tanz auch in der Bildenden Kunst, Musik und Architektur.

Ausstattung

Mit Spieltriebe 3 setzt das Theater Osnabrück seine Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste in Maastricht fort, was heißt, dass die Ausstattung der Festivalproduktionen von Bühnen- und KostümbildstudentInnen bestritten werden wird. Mit dabei sind in diesem Jahr als BühnenbilderInnen: Tobias Flemming, Annabel Fröhlich, Vera Nabbefeld, Lena Sofuoglu, Majorie Voorhuis, Juli Zippel sowie Johanna Fritz (die an der HfbK Hamburg studiert), Teresa Hahn (KHB Weissensee) und Sebastian Hirn. Kostümbilder werden gestaltet von: Teresa Hahn, Elif Zeynep Ceren Korkmaz, Dirk Traufelder, Dominique Muszynski, Vera Nabbefeld, Floor Savelkoul, Asia Senen, Annika Kerstin Träger und Dirk Traufelder.


Regie

Zu den Regisseurinnen und Regisseuren des Festivals sagt Intendant Holger Schultze: "In München gibt es 'radikal jung' als extra Festival – wir haben 'radikal jung' nebenbei noch im Programm". Eine Vorauswahl von knapp 50 Nachwuchs-RegisseurInnen, die der Osnabrücker Dramaturgie aufgefallen waren, wurde zum Gespräch mit der Theaterleitung und dem Ensemble eingeladen. Bei Spieltriebe 3 mit dabei sind:

- Thorleifur Örn Arnarsson, 1978 in Reykjavik geboren. Schauspielstudium in Island. In diesem Jahr Abschluss des Regiestudium an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch".

- Markus Bauer, 1973 in Heilbronn geboren. Nach dem Studium der Geisteswissenschaften kam er über Assistenzen in Stuttgart und Konstanz zur Regie. Bauer lebt in Konstanz und schreibt auch Stücke: Letztes Jahr nahm er an den Werkstatttagen des Burgtheaters Wien teil, und im Mai 2009 wurde "stehende gewässer" beim Stückemarkt des Theatertreffens vorgestellt.

- Mirja Biel, 1977 in Kiel geboren. Ausbildung als Theatermalerin und Studium der Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften in Berlin, bevor sie sich an der Theaterakademie Hamburg für Regie bewarb. Seit der Spielzeit 2007/2008 ist sie feste Regieassistentin am Theater Bremen.

- Marie Bues, 1980 in Erlenbach geboren. Nach dem Schauspielstudium in Stuttgart arbeitete sie in Stuttgatt und Karlsruhe und gehörte zwei Jahren zum Ensemble der Württembergischen Landesbühne Esslingen. 2006 wechselte sie als Regieassistentin ans Theater Basel und inszeniert seitdem auch selbst.

- Solvejg Franke, 1973 in Dresden geboren. Nach einem Musikwissenschafts- und Lehramtsstudium für Musik und Deutsch studierte sie Musikregie an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin. Von 2005 bis 2008 arbeitete sie als Assistentin mit Regieverpflichtung am Theater Heidelberg, inzwischen lebt sie als freie Regisseurin in Berlin.

- Jan Christoph Gockel, 1982 in Gießen geboren. Sein Regiestudium an der Berliner Hochschule "Ernst Busch" schloss er 2009 mit der Uraufführung von Nina Enders "Die Wissenden" an der Berliner Schaubühne ab. Schon 2007/2008 war er an der Schaubühne für das Uraufführungsprojekt "Deutschlandsaga" verantwortlich.

- Julia Heinrichs, in Essen geboren. Studium der Psychologie an der Universität Konstanz, wo sie auch jetzt noch als Lehrbeauftragte für Kommunikationsbildung tätig ist. Ihre Theaterausbildung erhielt sie in Paris bei Jacques Lecoq. Sie war Regieassistentin am Theater Konstanz und ist es jetzt noch am Schauspielhaus Zürich.

- Sebastian Hirn, 1975 in München geboren. Er studierte Regie am Wiener Max-Reinhardt-Seminar, erstellt selber Bühnenbilder und inszeniert auch Musiktheater.

- Nina Mattenklotz, 1980 in Gütersloh geboren. Sie studierte Regie an der Theaterakademie in Hamburg und wurde u.a. für ihre Diplominszenierung "Woyzeck" 2008 mit dem Hamburger Doctores-Völschau-Preis für Nachwuchsregie ausgezeichnet.

- Corinna Sommerhäuser, 1976 in Köln geboren. Nach der Ausbildung zur Köchin begann sie das Studium der Theaterwissenschaft in Wien. Erste prägende Erfahrungen beim Wiener Projekt Theater Studio. Von 2002 bis 2008 Regieassistentin am Hamburger Thalia Theater, unterbrochen von einer einjährigen Reise durch Indien, Thailand und Pakistan. Ihre Uraufführung von Anne Habermehls Stück "Letztes Territorium" war im April 2009 zum "radikal jung"-Festival eingeladen.

Und...

Alle AusstatterInnen und RegisseurInnen gemeinsam werden übrigens auf dem Osnabrücker Kasernengelände (am Westerberg und am Hafengelände) untergebracht, das seit dem Abzug der britischen Truppen leer steht, für das derzeit eine Neunutzung gesucht wird und auf dem das Festival teilweise auch stattfindet.

(peko/sik)

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