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Festival Off-Europa in Leipzig und Dresden: Schwerpunkt Bosnien-Herzegowina

Berlin, 9. September 2009. Das Festival für zeitgenössische darstellende Kunst Off Europa, das vom 3. bis 10. Oktober 2009 in Leipzig und Dresden stattfindet, widmet sich in diesem Jahr dem Theater aus Bosnien-Herzegowina. Das Festival wurde 1992 in Leipzig gegründet und 2008 erstmals auch auf Dresden ausgeweitet. Es beschäftigte sich bereits mehrmals mit speziellen Länderbetrachtungen. So wurden über die Jahre Theatersituationen in Rumänien, den baltischen Staaten, in Georgien und in verschiedenen Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien beleuchtet.

Im Oktober wird in den beiden sächsischen Städten ein kleiner Querschnitt aktueller Theaterarbeiten aus dem noch immer unter Kriegseindruck stehenden Land zu erleben sein. Eingeladen sind Stadttheaterinszenierungen und freie Produktionen, sowohl Künstler aus der bosniakisch-kroatischen Federacija als auch aus der serbischen Republika. Das Hauptprogramm wird ergänzt durch Konzerte und Filme, durch Vorträge und Diskussionen.

Empfehlenswert, so die Organisatoren, seien das Sarajevo Kriegstheater, das im Leipziger LOFFT mit einer mehrfach prämierten Aufführung gastiert. Einige der in der Cinémathèque in der naTo vorgestellten Filme ("Gori Vatra / Es brennt", "10 Minuten" oder der bekanntere "Grbavica - Esmas Geheimnis") wurden auf internationalen Festivals preisgekrönt. Die Tanzinstallation "Fragment de Sarajevo" der in Lyon lebenden bosnischen Tänzerin Jasmina Prolic' integriere Fotos aus dem belagerten Sarajevo.

(sik / www.bfot.de)


Kommentare (2)Add Comment
Wunde Bosnien, reichhaltig, aber wenig Interesse
geschrieben von Rolf Hoppe, 29. October 2009
War bei mehreren Veranstaltungen, und die waren alle hochwertig. Aber woran auch immer das liegt, das Interesse hielt sich in Grenzen. Werbung habe ich häufig gesehen. Und die klang auch interessant. Tja, wahrscheinlich findet man das Sperrigere, Fremde nur besuchenswert, wenn es in Tempeln wie Hellerau oder am Staatsschauspiel eingeladen ist. Leute, da habt ihr was verpasst.
Konzert von Amira Medunjanin
geschrieben von Lejla Nakicevic, 05. October 2009
Für mich war der Besuch des Konzerts im Societaetstheater Dresden ein unvergessliches Erlebnis!
Amiras Stimme, die mit dem traditionellen Sevdah Gesang meine Seele berührt, zum Weinen bringt und Gänsehaut verschafft.
Den Klang der Sevdah Lieder kann man nicht in Worte fassen, Sevdah muss man fühlen und leben- mit jeder Faser seines Körpsers...

Ein großer Dank an die Organisatoren und alle, die es möglich gemacht haben, Bosnien in einem so schönen Licht zu präsentieren.

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